Gesunde Führung in der trennung

FALLSTUDIE

Wie ein Automobilzulieferer seine Führungskräfte stärkte, bevor Mitarbeiter entlassen werden mussten.

Wenn wirtschaftlicher Druck auf Menschlichkeit trifft, braucht es Führung, die mehr kann, als Kommunikation.

Die Ausgangslage

Ein international tätiges, familiengeführtes Unternehmen aus derAutomobilzulieferbranche steht unter wirtschaftlichem Druck.

Weltweit wurden bereits Stellen abgebaut, nun betrifft es auch zentrale Bereiche in Deutschland: 20 % der Belegschaft sollen gehen.

Die Führungskräfte standen vor einer doppelten Herausforderung:

Fehlende Vorbereitung

Sie sollten Trennungsgespräche führen, ohne je darauf vorbereitet worden zu sein – weder fachlich noch emotional.

Tabu-Thema

Gleichzeitig war das Thema Kündigung im Unternehmen bisher tabu – Trennung wurde, wenn überhaupt, stillschweigend oder improvisiert abgewickelt.

Und:
Die emotionale Fallhöhe war enorm. Viele Mitarbeitende sind seit Jahrzehnten im Unternehmen, der Zusammenhalt ist groß, die Loyalität tief verwurzelt.

„Wir müssen abbauen – aber irgendwie darf es nicht weh tun.“

„Wir wollen es menschlich machen – aber bitte auch nicht zu viel darüber sprechen.“

Der Wendepunkt

Der ursprüngliche Auftrag:

Ein Training für Trennungsgespräche

Mein Vorschlag:

Ein Transformationsprozess in drei Schritten

Denn:

Wer selbst noch im Widerstand oder in Unsicherheit steckt, kann kein Team durch den Sturm führen.

Und wer emotional blockiert ist, wird in Gesprächen entweder hart – oder hilflos.

Die Entscheidung fiel:

Ein zweitägiger Prozess, der an der Haltung ansetzt – nicht nur an der Kommunikationstechnik.

Der Prozess

Zwei Tage für Klarheit, Haltung und Handlung

Tag 1 – Stabilität von innen

Emotionale Vorbereitung, Verstehen, Sortieren

Mastermind-Calls

Das Management im Raum

Der COO und CTO nahmen sich jeweils zwei Stunden Zeit. Sie erklärten nicht nur Zahlen, sondern zeigten Haltung – und standen Rede und Antwort. Vertrauen. Resonanz. Glaubwürdigkeit.
„Hier wird nicht gewürfelt. Hier wird Verantwortung übernommen."

Katja Michalek - Praxistauglichkeit

Haus der Veränderung – als begehbares Modell im Raum

Die Führungskräfte positionierten sich selbst – und reflektierten:
„Ich kann mein Team nicht führen, wenn ich selbst feststecke."

Das Resilienznetz mit den 7 Fäden

Jeder Faden wurde auf die Führungsrealität übertragen.

Tag 1 – Stabilität von innen

Das Innere Spinnennetz der Resilienz

1

Zielorientierung

Was können realistische, motivierende Ziele jetzt sein?

1

2

Selbstwirksamkeit

Wie komme ich aus der Ohnmacht in die Handlung?

2

3

Optimismus

Wie entsteht Vertrauen, auch wenn man selbst zweifelt?

3

4

Emotionssteuerung

Wie halte ich Raum für Ängste, ohne mich zu verlieren?

4

5

Impulskontrolle

Wann ist es besser zu schweigen, statt zu erklären?

5

6

Empathie

Was braucht mein Team emotional – auch unausgesprochen?

6

7

Kausalanalyse

Was läuft diesmal anders als bei früheren Umstrukturierungen?

7

„Ich habe erst jetzt verstanden, dass ich mir bewusst Zeit nehmen muss. Nicht für Zahlen, sondern für Menschen.“

– Bereichsleiter

Tag 2 – Gesprächsführung mit Haltung

Kommunikation, Übung, individuelle Strategien

Grafik aus gelben Marker-Strichen und der Zahl 1

Zwei Gesprächsformate im Fokus

1. Freiwilligengespräche
Einladen zum Nachdenken über einen freiwilligen Ausstieg.
2. Trennungsgespräche
Klar, würdevoll und professionell kommunizieren.

Vertiefung der Inhalte aus Tag 1

Die vorhandenen Tools wurden ergänzt durch Gesprächsstruktur, Reaktionsmuster und Haltungsarbeit – für Klarheit im Kontakt.

Grafik aus gelben Marker-Strichen und der Zahl 3

Intensive Übungseinheiten

Jede Führungskraft übernahm mehrfach beide Rollen – Führungskraft und Mitarbeitender.
So wurden Fallstricke, Perspektivwechsel und emotionale Reaktionen konkret erlebbar.

Grafik aus gelben Marker-Strichen und der Zahl 4

Individuelle Strategien statt Schablonen

Keine fertigen Gesprächsleitfäden, sondern passgenaue Strategien – entwickelt aus der eigenen Persönlichkeit und dem konkreten Teamkontext heraus.

„Ich traue mich jetzt, es in meinem eigenen Stil zu machen und muss mich nicht hinter Floskeln verstecken.“

– Abteilungsleiter

Dieses Format ist einzigartig

Dieses Format geht weit über klassische Kommunikationstrainings hinaus.

Es ist ein strategischer Dreischritt, der so in Deutschland kaum angeboten wird:

Emotionale Stabilisierung der Führungskräfte
Weil Klarheit nur aus innerer Ordnung entsteht.

Gesprächsführung mit Haltung
Kein Skript, sondern Präsenz, Sicherheit und Respekt.

Stabilisierung der verbleibenden Teams
Damit nicht nur Mitarbeitende gehen, sondern Vertrauen bleibt.

Coachees

Durchführung von Katja Michalek, die Veränderung aus allen Perspektiven kennt:

  • Als Führungskraft in verschiedenen Transformationen
  • Als Mitarbeiterin, die selbst in einer Umstrukturierung
  • das Unternehmen verlassen hat
  • Als Outplacement-Beraterin mit Tiefenerfahrung
  • Als Coach mit systemischer Klarheit und resilienter Haltung

Das ist keine Schulung. Das ist Kulturarbeit unter Hochdruck.

Das Ergebnis

Führung, die trägt

Nach dem Prozess war spürbar:

  • Die Führungskräfte waren emotional und rational deutlich stabiler
  • Sie gingen mit Klarheit, Struktur und Haltung in die Gespräche
  • Sie wussten: Wie spreche ich? Was lasse ich weg? Wie begleite ich danach?
  • Sie entwickelten eigene Strategien, um auch die verbleibenden 80 % zu
  • halten, zu führen und zu motivieren

„Ich dachte, ich brauche eine Formulierungshilfe. Tatsächlich brauchte ich zuerst Klarheit über mich selbst.“

Mein Fazit

Führung zeigt sich im Sturm

Trennungsgespräche sind kein Randthema.

Sie sind der Lackmustest für Kultur, Haltung und Führungsfähigkeit.

Nur wenn Führungskräfte emotional klar, gut verankert und handlungsfähig sind, können sie schwierige Gespräche mit Würde und Klarheit führen.

Dafür braucht es mehr als Tools.

Es braucht Raum, Reflexion – und ein starkes Gegenüber auf Augenhöhe.

Coachees

Ich bin KATJA

Ich weiß, wie sich Führung in der Krise anfühlt.

Mein Weg begann in Kenia, führte mich über zwei Jahrzehnte bei der Lufthansa – davon acht Jahre in Führungspositionen – und schließlich zu meiner wahren Berufung: Menschen in Veränderungsprozessen zu stärken.

Ich weiß, was Wandel bedeutet – beruflich, unternehmerisch und persönlich. 

Ich kenne beide Seiten: Die Theorie und die Realität. Den Druck und die Zweifel. Das Gefühl, wenn du führen sollst – aber innerlich keinen Halt hast.

Genau deshalb, bin ich hier richtig!

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