Einleitung
Zunächst einmal: wenn du neu in Führung kommst, und darüber nachdenkst, dich mit Hilfe externer Unterstützung auf diese Rolle vorzubereiten, gratuliere ich dir! Nicht allen Führungskräften ist bewusst, dass es ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nur um Fachexpertise geht. Du bist vielen anderen also schon um Meilen voraus!
Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil laut Gallup Engagement Index 97 % der Führungskräfte sich für gute Chefs halten – aber 69 % der Mitarbeitenden berichten, mindestens einmal einen schlechten Vorgesetzten gehabt zu haben.. In Zeiten von Fachkräftemangel ist es also durchaus sinnvoll, Wege zu finden, um die guten Mitarbeiter:innen zu halten – und eine gute Möglichkeit ist es, einfach ein guter Chef oder eine gute Chefin zu sein Nur: welche Seminare oder Weiterbildung hilft dir wirklich, dieses Ziel zu erreichen? In diesem Artikel nähere ich mich einer Antwort und versuche, dir eine kleine Entscheidungshilfe zu geben – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Also, los geht’s: Zunächst einmal ist es sinnvoll zu prüfen, was zu Ziel, Tiefe und Rahmen passt – nicht, was am schicksten heißt. Diese Übersicht trennt die gängigen Formate nach Nutzen & Grenzen, damit du schnell entscheiden kannst, welches Seminar oder welche Weiterbildung für Führungskräfte zu dir passt. Manche Unternehmen starten bewusst mit kurzen Impulsen, andere setzen gleich auf mehrstufige Programme. Wichtig ist: Transfer in den Alltag darf nicht fehlen. Wenn du aber auf maximale Wirkung aus bist, solltest du nach multimodalen Angeboten Ausschau halten, die verschiedene Elemente kombinieren (z.B. Präsenz/Live-Online + asynchrones Microlearning, Praxisprojekten, Peer-Austausch/Coaching, festen Check-ins.)
Formatübersicht:
- Impuls/Keynote (30–120 Min.): Bewusstsein & neue Ideen – kein Transfer.
- 1–2-Tages-Seminar: Grundlagen & Tools – wirkt nur mit anschließendem Praxisauftrag und Check-in.
- Team-Workshop (1–2 Tage): Regeln, Schnittstellen, echte Fälle – braucht psychologische Sicherheit & Follow-ups.
- Mehrmodulare Entwicklung (8 Wochen–12 Monate): Verhaltensänderung, Peer-Lernen, Messbarkeit – hohe Nachhaltigkeit.
- (Executive) Coaching 1:1: Rollen, Entscheidungen, heikle Gespräche – ideal in Kombination mit Programmen.
Worauf du noch achten kannst, um herauszufinden, welche Seminare wirklich sinnvoll sind:
- Interaktion statt Folien – echte Übungen & Dialog statt reiner PowerPoint.
- Praxisfälle – eigene Themen der Teilnehmenden müssen bearbeitet werden.
- Trainer:innen-Erfahrung – eigene Führungserfahrung ist ein Plus; alternativ sollte fundierte Arbeit mit Führungskräften nachweisbar sein.
- Struktur & Flexibilität – klarer Rahmen, aber Raum für individuelle Fragen.
- Follow-ups – kurze Nachbereitung verhindert „Seminar-Effekt verpufft“.
- Kosten-Nutzen-Verhältnis – wichtiger als der absolute Preis ist, dass Investition und Wirkung in Balance stehen.
- Bauchgefühl – bei allen perfekt gestalteten Webseiten, Werbevideos und Werteversprechen: höre auf dein Bauchgefühl als Indikator, ob du den Personen wirklich abkaufst, was sie versprechen.
kleiner Hinweis in eigener Sache:
Übrigens: mit dem Resilient Leadership Coaching biete auch ich eine Weiterbildung für Führungskräfte an
Weiterführende Infos:
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Geeignete Podcast-Folgen zum Thema
- Podcast „Wandelstark. Mit resilienten Netzwerken zu wahrem Leadership“:
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- 211: Neue Führungsstile für veränderte Mitarbeitererwartungen → passt für alle, die gerade mit Generationenmix und New Work ringen.
- 230: Stürmische See → für Führungskräfte, die mit Krisen und Unsicherheit umgehen müssen.
- 249: Resilienz als Führungskompetenz → Fokus auf Team-Resilienz und Praxistransfer.
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Zum Download: Mini-Self-Check „Passt diese Weiterbildung wirklich?“

